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Green Balance Herbst 2013

Green Balance Herbst 2013 21 Staples: Große Auswahl und bemühte Beratung. McPaper: Verweis auf den Fachhandel. zunächst etwas im Laden um. In einer Ecke erblicke ich einige Organi - sationsmappen von Herlitz und Leitz. Als ich sie mir genauer ansehe, spricht mich eine Verkäuferin an, ob sie mir helfen kann. Erfreut erkläre ich ihr mein Anliegen. Sie schüttelt jedoch bedauernd den Kopf und meint, da wäre sie überfragt und holt ihre Kollegin. Diese kommt auch ein paar Minuten später zu mir und versucht, mir zu helfen. „Wir haben da leider nicht allzu viel Auswahl. Als umweltfreundliche Alternative kann ich Ihnen nur zu einer Papier-Mappe raten. Die anderen sind alle aus PP und damit nicht besonders umweltfreundlich. Wir haben hier jedoch keine große Auswahl was Farben und Modelle angeht, da könnte ich Ihnen Papier Krämer in der Innenstadt oder Staples am Ostbahnhof empfehlen.“ Dankbar für den Hinweis ver - abschiede ich mich und setze meinen Weg fort in die Innenstadt. Unmotiviert und ideenlos Dort besuche ich die Karstadt-Filiale auf der Zeil. Im 4. Obergeschoss lande ich in der neu gestalteten Schreibwaren- Abteilung. Edel anmutende Vitrinen zeigen hier hochwertige Schreibgeräte und Lederaccessoires und im Bereich Schule locken bunt dekorierte Aktionstische zu Spontankäufen. Ich erblicke an einem Regal eine Verkäuferin, die mit Einräumen beschäftigt ist, und spreche sie an. „Entschuldigen Sie, könnten Sie mir weiterhelfen? Ich bin auf der Suche nach einer Organisationsmappe für Seminarunterlagen. Diese sollte möglichst umweltfreundlich sein, da dies für das Unternehmen sehr wichtig ist“, erläutere ich. Sie blickt mich erstaunt an und erwidert: „Die gibt es nur aus Kunststoff, die sind alle nicht umweltfreundlich“. Ok, mit dieser Aussage lasse ich mich zunächst nicht abspeisen und ich frage, ob es vielleicht ein Modell aus recycelbarem Kunststoff gibt oder eben Organisationsmappen aus Papier. „Ach ja, aus Papier haben wir ein paar“, merkt sie an und führt mich zu einem Regal mit Mappen von Elba, Exacompta und der Karstadt-Eigenmarke. „Diese könnten Sie nehmen, sie ist aus Papier“ sagt sie und präsentiert mir eine Mappe von Exacompta. „Gibt es die Möglichkeit, in der Mappe noch irgendwie eine Visitenkarte unterzubringen oder eine CD zu befestigen?“ frage ich in der Hoffnung, sie würde hier ein paar Ideen entwickeln. Doch Fehl - anzeige. Ich ernte nur ein „Nein, das gibt es nicht“ und gebe damit auf. Ich bedanke mich und ziehe weiter zu Papier Krämer in der Liebfrauenstraße. Karstadt: Etwas unmotivierte Beratung. Papier Krämer: vorbildlich, ideenreich, umfassend.


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