Tipp Aktuell

pbsAktuell 08-2016

Stimmt die Kasse? Ab 1.Januar 2017 sind Kassen, die keine Einzeldaten speichern können, nicht mehr zulässig. Damit läuft auch die Übergangsfrist, in der sich der Einzelhandel auf die neuen Anforderungen des Bundesfinanzministeriums einstellen kann, endgültig ab. Ab 2020 sollen elektronische Kassen dann zusätzlich mit einem zertifizierten Sicherheitsmodul ausgestattet sein. Welchen handels- und steuerrechtlichen Ordnungsvorschriften Registrierkassen gerecht werden müssen, hat das Bundesministerium für Finanzen (BMF) in der Kassenrichtlinie 2010 formuliert. Dort heißt es, dass elektronisch erstellte Unterlagen „während der Dauer der Aufbewahrungsfrist jederzeit verfügbar, unverzüglich lesbar und maschinell auswertbar“ zu archivieren sind. Die Aufbewahrungsfrist beträgt zehn Jahre und die Aufzeichnung muss elektronisch erfolgen. Aufzuzeichnen sind sämtliche Einzeldaten wie Preis, Bezeichnung und Menge der verkauften Ware und, falls bekannt, auch Anschrift und Name des Kunden. Dabei sollte die Warenbeschreibung mindestens so genau sein, dass der anzuwendende Umsatzsteuersatz nachvollziehbar ist. Von Gattungsbezeichnungen ist daher abzuraten. Der Einsatz eines Warenwirtschaftssystems oder einer Scannerkasse ist allerdings nicht zwingend erforderlich. In der Regel ist der Tagesendsummenbon aus dem Soll-Ist-Abgleich der Kasseneinnahmen ausreichend. Wichtig ist, dass die Daten nicht ohne Nach - verfolgbarkeit geändert werden können, d. h. auch ein stornierter Geschäftsvorfall erkennbar bleiben muss. Dies kann in Zukunft sogar einen Sofort-Storno, bei dem die Korrektur einer Eingabe noch vor der Registrierung erfolgt, betreffen, da das BMF aktuell eine Ausweitung des aufzeichnungspflichtigen Umfangs überdenkt. Auch Inhalt, Aufbau und Ablauf des Abrechnungsverfahrens müssen als Dokumentation für die Kassenbuchführung aufbewahrt werden. Dazu gehören: Bedienungs- und Programmieranleitung, Informationen zur Grundprogrammierung, Protokolle, Einsatzorte- und zeiten der Kasse sowie ungewöhnliche Fälle wie etwa ein Defekt der Registrierkasse. Aus umsatzsteuerlichen Gründen müssen auch die von Registrierkassen erstellten Rechnungen elektronisch aufbewahrt werden. Ab 1. Januar 2017 sind Kassen, die keine Einzeldaten speichern können, nicht mehr zulässig. Auch bei einer offenen Ladenkasse gilt grundsätzlich die Einzelaufzeichnungspflicht. Werden allerdings eine Vielzahl der einzelnen Geschäfte mit geringem Warenwert an unbekannte Kunden verkauft, werden die Einzelaufzeichnungen mangels Zumutbarkeit entbehrlich. In diesem Falle würde dann der Nachweis des Tageskassenberichts ausreichen. Allerdings muss der Steuerpflichtige darlegen können, warum dies für ihn unzumutbar ist. Werden Waren mit verschiedenen Umsatzsteuersätzen verkauft, müssen diese separat aufgezeichnet oder auf Grundlage der Wareneingänge nachträglich getrennt werden. Mitte Juli hat die Bundesregierung einen weiteren Gesetzentwurf vorgelegt. Dieser sieht vor, dass elektronische Registrierkassen mit einem zertifizierten Sicherheitsmodul ausgestattet sein müssen. Die Einhaltung soll durch eine Kassennachschau geprüft werden, bei Verstößen droht ein Bußgeld. Die neuen Regelungen gelten nach dem Entwurf ab 2020. Für Registrierkassen, die den Anforderungen an die dauerhafte Speicherung der Einzeldaten entsprechen und innerhalb des Zeitraums 25. November 2010 bis 31. Dezember 2019 angeschafft wurden, gilt eine Übergangsregel: diese dürfen bis Ende 2022 weiterbenutzt werden. �� Die neue Kollektion 2017 www.scooli.com Halle 4, Stand: C-04 Ergonomisch Gute Sichtbarkeit Aktuelle Lizenzthemen Extra leicht Besuchen Sie uns! Halle 4.0, Stand: C20 Gerd Altmann, Pixelio


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