Branche Aktuell

pbsAktuell 08-2016

Vor 140 Jahren, am 26. September 1876, gründete Fritz Henkel mit zwei Geschäftspartnern in Aachen die Firma Henkel & Cie. 1978 verlagerte er als alleiniger Inhaber den Firmensitz nach Düsseldorf. Heute ist Henkel ein internationales Unternehmen mit 50.000 Mit arbeitern, einem Umsatz von über 18 Mrd. Euro und globalen Marken wie Pritt, Persil und Schwarzkopf. Alles begann mit einem selbst entwickelten Universal-Waschmittel des 28-jährigen Kaufmanns Fritz Henkel. 1878 landete er einen großen Erfolg mit dem Markenartikel Henkel’s Bleich-Soda und exportierte Produkte ins Ausland. Großes Geschick bewies er auch bei der Standortsuche für das expandierende Unternehmen: 1899 kaufte Henkel im damaligen Düsseldorfer Vorort Holthausen ein weitläufiges Grundstück mit guten Verkehrsanbindungen – bis heute Sitz der Firmenzentrale und größter Produktionsstandort weltweit. 1907 brachte er mit seinen beiden Söhnen das weltweit erste selbsttätige Waschmittel, Persil, auf den Markt. Damit gelang der Durchbruch: Fritz Henkel revolutionierte nicht nur das bislang mühevolle Waschen, sondern legte mit ideenreichen Werbekampagnen auch einen Grundstein für die moderne Markenführung. Von der Not zur Tugend Die Wurzeln des Klebstoffgeschäfts von Henkel liegen in den 1920er Jahren. Es drohte auf Grund der Rhein- und Ruhrbesetzung ein Versorgungsengpass von Klebstoffen aus Hannover zum Verschließen der Produktverpackungen. Also begann Henkel 1922, Klebstoffe für den Eigenbedarf zu produzieren. Am 28. März 1922 erhielt die noch kleine Betriebsstätte den Namen „Leim- und Kleisterherstellung, Abt. 46“. Im ersten Jahr wurden dort bereits 123 Tonnen Klebstoffe hergestellt. Am 22. Juni 1923 wurde die Leimfabrik in Holthausen errichtet, dort wurden 170 Tonnen bis Jahresende produziert. Im Laufe der Zeit entsteht daraus das Klebstoffwerk Henkel. Schon einige Tage nach Fertigstellung der Leimfabrik, am 26. Juni, verkaufte Henkel erstmals Leim an eine benachbarte Firma. Die Erfolgsgeschichte des Klebstoffs von Henkel beginnt aber im Jahr 1969 mit dem Klebestift Pritt. Schnell wird die Marke zum Inbegriff des Papierklebers. Der neuartige „Herausdreh-Mechanismus“, abgeleitet von Lippenstiften, bietet den Verbrauchern eine saubere und handliche Methode des Klebens. Heute versteht sich Henkel mit dem Unternehmensbereich Adhesive Technologies als Weltmarktführer für Klebstoffe, Dichtstoffe und Funktionsbeschichtungen. Unter Dr. Konrad Henkel, Enkel des Firmengründers und von 1961 bis 1980 Vorsitzender der Geschäftsführung, stellte sich das Unternehmen systematisch international auf. Dies spiegelt auch die Belegschaft wider: Die Mit - arbeiter stammen aus 125 Nationen. �� Fritz Henkel war ein echter Pionier – sein Unternehmergeist wird bis heute bei Henkel lebendig gehalten. Der Schulstart ist auch für Pritt eine spannende Zeit – 2016 zeigte die Kampagne der „Pritt Monster“ den ABC-Schützen, dass Schule Spaß machen kann. Aus Düsseldorf in die Welt


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